Ganz im Osten Polens liegen zwei Landschaften, die in ihrer Naturausstattung und Vielgestaltigkeit europaweit einzigartig sind: Das weitläufige Flusssystem der Biebrza und der Urwald Białowieża.
Fast ungestört kann sich die Biebrza durch ein breites Tal winden. Hochwasser, wie im zeitigen Frühjahr nach der Schneeschmelze ist unproblematisch, da keine Bebauungen im Flusstal liegen. Dafür ergeben sich für Wasservögel und Limikolen die hier ihre Nahrungs- und Rastplätze haben, beste Bedinungen. Gleiches gilt für den Urwald Białowieża, der sich schon seit vielen Jahrzehnten vom Menschen unbeeinflußt entwickeln kann. Im Vorfrühling ergeben sich in beiden Naturraumen beste Beobachtungsmöglichkeiten, da die Bäume noch unbelaubt und Vögel gut zu beobachten sind. So die Spechte, Drosseln und Eulen, die jetzt im Vorfrühling anfangen zu balzen. Gleiches gilt für Birkhähne, Uferschnepfen und Kampfläufer, die bei ihrer Bodenbalz durch eine niedrige Grasflur ebenso sichtbar bleiben, wie ziehende Trupps von Seidenschwänzen, Bergfinken und Birkenzeisigen.
1. Tag
Anreise und Abendexkursion
Anreise im Laufe des Tages nach Bialystok.
Transfer zur Unterkunft am Białowieża-Urwald. Kurze Exkursion in die Umgebung des Hotels, wo erste Urwaldarten wie Rotdrossel, Weißrückenspecht und Wendehals beobachtet werden können. Abends Eulenbeobachtungen, darunter Sperlingskauz und Rauhfusskauz.
2. Tag
Spechte im Urwald
Heute beginnen wir mit einer ganztägigen Exkursion in den berühmten Białowieża-Urwald-Nationalpark. Hier kommen acht Spechtarten vor: Bunt-, Mittel-, Klein-, Weißrücken-, Schwarz-, Dreizehen-, Grün- und Grauspecht. Wir wandern durch Hainbuchenwälder, wo alle erwähnten Spechtarten beobachtet werden können.
3. Tag
Wisente, Halsbandschnäpper und Haselhuhn
Frühmorgens besuchen wir einen „Wirtschaftswald”, des nicht zum Nationalpark gehörenden Teil des Białowieża-Urwaldes. Hier leben 250 Wisente, die wir beobachten wollen, die aber trotz ihrer Größe schwer zu finden sind. Als besondere Vogelarten können wir Haselhuhn und den schönen Halsbandschnäpper erwarten.
4. Tag
Flusslandschaft Biebrza
Heute verlassen wir den Białowieża-Urwald und fahren in das Flusstal der Biebrza. Unterwegs halten wir am Narew, wo der Polnische Naturschutzbund gemeinsam mit EURONATUR und dem NABU Nordrhein-Westfalens mehrere Naturschutzprojekte durchführt. Ausführlich werden Sie über Probleme und notwendige Naturschutzmaßnahmen informiert. Die Fahrt verläuft durch malerische, von einer weißrussischen Minderheit bewohnten Dörfer. Typisch ist ihre Holzbauweise, die in vielen verschiedenen Farbvarianten und Verzierungen gestaltet sind.
5. Tag
Vogelbeobachtung am Fluss
Wir sind heute unterwegs am rechtem Ufer des Flusses Biebrza. Unsere Exkursion endet mit einer Fußwanderung auf dem Deich, wo wir singende Blaukehlchen sehen wollen. Abends versuchen wir den bodenbrütenden Uhu zu hören und hoffen einige der hier vorkommenden Elche und Waldschnepfen bei “Schnepfenstrich” zu beobachten.
6. Tag
Kampfläufer auf dem Tunierplatz
Wir bleiben heute in der Nähe des Ortes Wizna. Hier gilt unser Interesse der Balz des Kampfläufers. Ursprünglich auch in Deutschland weit verbreitet, finden sich selbst europaweit nur noch wenige Balzarenen. Diese Balz, an der oft hunderte von balzenden Vögeln beteiligt sind, hinterlässt unvergessliche Eindrücke.
Bei gutem Wetter unternehmen wir eine Bootfahrt auf der Narew, um die Biber zu beobachten.
7. Tag
Heimreisetag
An diesem Tag verlassen wir den Osten Polens. Die Rückfahrt nach Deutschland erfolgt individuell in eigener Regie.
Leistungen
- Fachliche und organisatorische Begleitung durch einen ortskundigen, deutsch sprechenden Vegetationskundler bzw. Ornithologen
- 7 Tage/ 6 Übernachtungen in DZ in Mittelklassehotels oder Pensionen
- Vollpension (Picknick als Mittagessen)
- Hin- und Rückfahrt mit dem Bus vom Bahnhof Bialystock zum Hotel
- Busfahrten zu den Beobachtungsorten
Zeiten
30. März – 5. April 2012
6. April – 12. April 2012
Preise
525,-€/ Person im Doppelzimmer
585,-€/Person im Einzelzimmer
Nicht enthalten